Asterix und das Atomkraftwerk

Agitierende Comic Plagiate erfreuten die Szene in den 80er Jahren, führten aber auch zu Razzien und erzielen heute hohe Sammlerpreise. Damals erschienen zahlreiche „Ausgaben“ die sich einzelner Comicbilder bedienten und dann mit neuen Sprechblasen versehen wurden. Der erwirtschaftete Gewinn mit den meist geringen Auflagen, floss oftmals in Szene-Strukturen. Bekannte Hefte waren beispielsweise „Häuserkampf in Entenhausen“ und „Der Sympathisantenschlumpf“. Besonders beliebt waren die Asterix-Hefte. Hier gab es etwa „Asterix im Hüttendorf“ (Thema Startbahn West) oder „Asterix in Bombenstimmung“ (Thema Nachrüstung).

Interessant ist diesbezüglich vielleicht auch, dass die frühen Asterix-Übersetzungen des Kauka-Verlages rechtskonservativ gefärbt waren. Das gallische Dorf trug den Namen „Bonhalla“, (Mischform aus Bonn und Walhalla) und lag rechtsrheinisch. Die Hinkelstein-Tragerei von Obelix wurde kurzerhand mit dem Tragen der Erbschuld gleichgesetzt, die römischen Besatzer sprachen mit amerikanischem Akzent und dürfen als Kritik an der Besatzung Deutschlands durch die Alliierten verstanden werden.

Als Dokumentation findet ihr hier den Comic „Asterix und das Atomkraftwerk“. Gute Unterhaltung!

Asterix und das Atomkraftwerk

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