25. November

1989: Göttingen – Nach dem Tod von Conny, demonstrieren 18.000 Menschen in Göttingen gegen Faschismus und Polizeigewalt. Berichte vom Radio Dreyeckland von damals.

Und hier ein paar TV-Berichte (ARD, ZDF, MDR) von der Großdemo:

1987: Berlin (Ost) – Durchsuchung der Umweltbibliothek im Prenzlauer Berg, es werden 20 Personen verhaftet. Am Abend demonstrieren rund 200 vor der Zionskirche.

Plakate der Frauenbewegung, 1971 – 2001

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Die erste Plakatgalerie des Blogs widmet sich den Plakaten der ausserparlamentarischen und autonomen Frauenbewegung. Zeitlicher Rahmen ist hierbei von ca. 1971 bis zur Jahrtausendwende. Eine übersichtliche Zusammenfassung zur Frauenbewegung in Deutschland gibt es übrigens hier. Die Plakate sind leider überwiegend … Weiterlesen

November 2011: Fotogalerie zum Widerstand gegen den Castortransport ins Wendland

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Der bisher letzte Castortransport ins Brennelemente Zwischenlager Gorleben fand im November 2011 statt. Nicht zuletzt aufgrund des Unglücks von Fukushima vom Frühjahr, waren die Proteste, bzw. die Mobiliserungswirkung der Antiatom-Bewegung nochmal besonders stark. Auch auf der französischen Seite der Transportstrecke … Weiterlesen

21. November

1992: Der Aktivist Silvio Meier wird ermordet. Am Tag hatte Silvio und einige Freunde eine Auseinandersetzung mit acht rechtsextremen Jugendlichen. Die Antifas hatten einem von ihnen einen Aufnäher mit der Aufschrift „Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein“ von der Jacke gerissen. Als Silvio und seine Freund*innen den U-Bahnhof Samariterstraße verlassen wollten, werden sie von den dort wartenden Nazis mit Messerstichen angegriffen. Silvio stirbt, zwei weitere Antifas werden schwer verletzt. Laut Zeugenbericht fiel dabei der Ausspruch „Jetzt haben wir es euch gezeigt, ihr linken Säue!“Hier gibt es ein Interview zum Naziangriff und hier etwas zum Leben und Wirken von Silvio. In der taz erschien ein Interview mit der Lebensgefährtin von ihm.

1980: Besetzungen der Waldemarstr. 52 und der Görlitzer Str. 36 (Villa Kunterbunt) in Berlin.

1976: Berlin – Platzbesetzung mit 600 Leuten im Spandauer Forst gegen den Bau eines Kraftwerkes (welches anschließend auch nicht gebaut wurde).

 

17. November

1989: Göttingen – Nach einer Antifa Aktion wird Conny von Cops in den Straßenverkehr gehetzt und tödlich verletzt. Hier ist die Dokumentation zur Ermordung von Conny.

1983: Die EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional, Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung) wird im mexikanischen Urwald gegründet.

1979: Berlin – Die Cuvrystr. 23 und 25 werden besetzt. Dort befindet sich heute u.a. das Papiertiger-Archiv.

1973: Der Aufstand der griechischen Studenten wurde von der Militärdiktatur, die seit 1967 unter Duldung der USA und der NATO Griechenland beherrschte blutig niedergeschlagen.

16. November

2009: Der russische Aktivist und RASH-Skinhead Iwan Igorewitsch Chutorsko wird von Neonazis hinterrücks in seinem Treppenhaus erschossen.

1996: In Wurzen findet eine antifaschistische Großdemo mit 8.000 Menschen statt. Viel Hintergrund zur damaligen Demo, zur regionalen Naziszene und dem antifaschistischen Widerstand dagegen, gibt es in der „Wurzen-Broschüre“ von damals.

1987: Hamburg – Nach verbindlicher Vertrags-Zusage von Bürgermeister Dohnanyi werden die Hafenstraße-Barris abgebaut.

 

14. November 1990 – Räumung der Mainzer Straße in Berlin

Zur wahrscheinlich härtesten Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Hausbesetzer*innen in der deutschen Geschichte, kam es am 14.11.90 in Berlin-Friedrichshain. Nachdem in der Mainzer Straße im Frühling / Sommer 1990 ganze 13 (von 28) Häuser besetzt wurden, beschloss der Ostberliner Magistrat Ende Juli die „Berliner Linie“ – also kein Dulden sondern möglichst sofortiges Räumen von besetzen Häusern – auch im Ostteil der Stadt durchzusetzen. In der Mainzer befanden sich nicht einfach „nur“ besetzte Wohnungen sondern auch viele für die Szene wichtige soziale und politische Projekte, wie ein Frauen- und Lesbenhaus mit einem Frauencafé und in der Hausnummer 4 das heute noch in der Kastanienallee existierende Tuntenhaus mit einer Schwulen-Bar und einem Antiquariat für DDR-Literatur

Die Umsetzung der aus dem Westteil seit 1981 bekannten „Berliner Linie“ erfolgt allerdings nicht direkt, sondern erst nach und nach und so kam es dann, dass am 12.11.90 bereits die Häuser in der Pfarrstraße 110 und 112 und dem Seitenflügel der Cotheniusstraße 16 mit mehreren hundert Cops geräumt wurden. In den Abendstunden wurde von Besetzer*innen- und Unterstützer*innenseite der Kiez erfolgreich militant verteidigt und viele Barrikaden (auch) zum Schutz der Hausprojekte in der Mainzer Straße errichtet. Detailiert und spannend lässt sich vieles im ausführlichen Artikel des tetegraph nachlesen: Der Traum ist aus!

In den Morgenstunden des 14. Novembers begann dann eine Polizeiarmada (3.000 Polizisten, mehrere Sondereinsatzkommandos, 10 Wasserwerfer, mehrere Räumpanzer, Hubschrauber,…) schließlich mit der Räumung der Mainzer Straße und trifft dabei auf erbitterten Widerstand. Einen ausführlichen Verlauf des Tages könnt ihr hier nachlesen. Interessant ist vielleicht auch der polizeiliche Verlaufsbericht des Tages: PDF-Download

YouTube Videos zur Räumung gibt es natürlich auch jede Menge, hier eine Empfehlung:

Das „Kollektiv Mainzer Straße“ hat 1991 den Film „Sag niemals nie“ erstellt, der nicht nur die Mainzer Straße sondern auch Häuserkampf und Hausprojekte in Berlin der frühen Nachwendezeit zum Thema hat:


Watch Kollektiv Mainzer Strasse – Sag niemals nie (1991) in Aktivismus & Nicht-kommerzielles | View More Free Videos Online at Veoh.com